Über Knabenkraut und Männer

Wer die letzten Tage in Wald oder Feld unterwegs war, hat es wahrscheinlich schon bemerkt. Rosa, lila und rötliche Blüten ragen aus so mancher Wiese hervor und auch in lichten Wäldern und Gebüschen kann man es finden: das Männliche Knabenkraut auch Mannsknabenkraut oder Stattliches Knabenkraut genannt. Diese Orchidee bevorzugt Trockenrasen oder Laubwälder auf Kalkuntergrund. Die Blütenfarbe schwankt zwischen hellrosa und purpurrot. Die Blätter können gefleckt oder ungefleckt sein. Die Pflanzen werden an Waldstandorten meist etwas größer als auf der Wiese. Zum einen streben die Pflanzen im Wald nach dem Licht und zum anderen ist die Krautschicht im Walde höher und die Orchideen haben sich der Flughöhe der bestäubenden Insekten angepaßt.

Die Samen der Knabenkräuter sind fast so klein wie Pilzsporen, weil sie kein zusätzliches Nährgewebe besitzen. Durch den Wind können sie kilometerweit fortgeweht werden. Bei der Keimung ist die Pflanze aber auf einen speziellen Pilz angewiesen, der die nötigen Nährstoffe liefert. Deshalb ist es auch unmöglich, eine Orchidee durch Ausgraben in den eigenen Garten umzusiedeln, denn der Symbiose-Partner Pilz läßt sich nicht so einfach verpflanzen.

Alle Orchideen stehen unter Naturschutz. Anschauen erlaubt! Pflücken verboten!

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.bund-loermecketal.de/uber-knabenkraut-und-manner/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.