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Naturwunder Krötenwanderung Teil 1

Im unteren Glennetal ist die Rückwanderung der Erdkröten jetzt abgeschlossen. Die Kröten leben im krautreichen Wald des Kattensiepen, der ihnen als Laub- und Mischwald einen bevorzugten Wohnraum bietet. Als Fortpflanzungsgewässer dient ein ausreichend großer und tiefer Teich neben der Glenne, der ideal in Waldnähe gelegen ist. Für Fische ist der Laich der Erdkröte ungenießbar. Wir Menschen bewundern die Fähigkeit der Kröten, immer wieder den Teich zu finden und der Jungtiere, zielsicher ihren Lebensraum zurück zu erobern. Wie sieht das Naturwunder denn aus der Sicht der Erdkröten, besonders der Jungtiere aus?

Ich bin eine Jungkröte, gerade mal 1 cm groß: Ich habe mich aus dem Laich in etwa 3 Monaten über das Kaulquappenstadium zu einer tüchtigen Kröte entwickelt. Ich kann krabbeln und springen und reagiere ängstlich auf Geräusche und Schatten über mir.
Am liebsten kuschele ich mit meinen Schwestern und Brüdern im Gras, da ist es uns wärmer zumute.

Meine Eltern sind im Frühjahr, als es schon wärmer geworden war, im Schutz der Dunkelheit über die Straße in den Teich gewandert. Da war nicht mehr viel los auf der Straße.
Als wir Kinder uns Mitte Juni auf den Weg zurück in den Wald gemacht haben, sind wir tagsüber gewandert, um uns auf der Straße und im Gras aufzuwärmen.
Jetzt, Anfang Juli, haben viele von uns den Weg über die Straße geschafft.

Viele meiner Artgenossen sind leider gnadenlos von den Autos überfahren worden.
Meine Nahrung wird jetzt aus allerlei Kleingetier bestehen (Würmern, Schnecken und Insekten). In 3 Jahren bin ich geschlechtsreif und ich kann 10 Jahre und älter werden.

Weitere Informationen auf der BUND-Seite unter: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/artenschutz/Lurche/20090311_steckbrief_erdkroete.pdf

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